| Wen-Do allgemein |
| Selbstverteidigungstechniken |
| Wahrnehmungsübungen |
| Rollenspiele |
| Bewegungsspiele |
| Atem- und Stimmtraining |
| Gespräche und Diskussionen |
| Solidaritätsübungen |
| Entspannungsübungen |
Wen-Do ist ein speziell auf Frauen und Mädchen zugeschnittenes Selbstverteidigungs- und Selbstbehauptungsprogramm. Es wurde Anfang der siebziger Jahre in Kanada entwickelt und basiert auf dem Prinzip der Ganzheitlichkeit.
Das bedeutet, dass die innere Einstellung gleichermaßen trainiert wird wie die körperliche Selbstverteidigung.
Was nützt es Frauen und Mädchen, wenn sie viele unterschiedliche Selbstverteidigungstechniken beherrschen, sich aber nicht trauen, diese im Notfall einzusetzen.
Der Hintergrund der Wen-Do Arbeit ist, dass Frauen und Männer, Mädchen und Jungen auch heute noch ungleiche Alltagsrechte und Entfaltungsmöglichkeiten haben. Deswegen bestehen unterschiedliche Bedürfnisse in der Bestärkung ihres Selbstbildes. Sie reagieren häufig in unterschiedlicher Form auf Angst, Aggression, Konkurrenz, Neid, Schwäche, Dominanz, etc., daher ist es sinnvoll in diesem Bereich geschlechtsspezifisch zu arbeiten, um auf die Interessen und Bedürfnisse der Kinder unmittelbarer und passgenau eingehen zu können. In geschlechtshomogenen Gruppen fällt es den Teilnehmerinnen leichter sich auszuprobieren und alternative Handlungsweisen zu entwickeln.
Das Kennenlernen der eigenen Möglichkeiten und Grenzen ist eine wichtige Voraussetzung dafür, individuelle Stärken ausbauen zu können und ein gesundes Selbstbewusstsein zu entwickeln. Frauen und Mädchen lernen unangenehme oder berohliche Situationen schnell zu erkennen, realistisch einzuschätzen und adäquat zu handeln.
Selbstverteidigungstechniken
Die Selbstverteidigungstechniken lassen sich in vier große Bereiche aufteilen:
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Schläge Tritte Befreiungsgriffe Bodentechniken |
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Die Techniken werden den Teilnehmerinnen entsprechend ausgewählt, so dass Frauen und Mädchen ihre Kräfte ausprobieren und sich gezielt körperlich zur Wehr setzen können.
In einer angstfreien Umgebung werden für die Teilnehmerinnen interessante Situationen nachgestellt und Selbstbehauptungsstrategien ausprobiert.
Es wird viel Wert darauf gelegt verschiedene Lösungen zu finden und zu bearbeiten um keine Patentrezepte zu verteilen.
So unterschiedlich wie die Situationen sind, so unterschiedlich sind auch die Frauen und Mädchen.
Die Teilnehmerinnen sollen lernen ihrer Wahrnehmung wieder mehr zu trauen. Oft verhindern Sätze wie: "Der meint das ja nicht so... Das ist ja noch nicht so schlimm... Sei doch nicht so empfindlich... Der ist doch sonst so nett...", dass das eigene Unbehagen ernst genommen wird.
Selbstbehauptung und Selbstverteidigung beginnt, wenn Frauen und Mädchen sich unwohl fühlen und nicht erst, wenn sie körperlich angegriffen werden.
Gespräche und Diskussionen
Was nutzt es Frauen und Mädchen, wenn sie viele unterschiedliche Selbstbehauptungs-und Selbstverteidigungstechniken beherrschen, aber sich nicht trauen, diese im Notfall einzusetzen? Die Teilnehmerinnen besprechen gemeinsam, was sie eigentlich zurückhält, das zu tun oder zu sagen, was ihnen in einem Gespräch mit einer Freundin sofort einfallen würde.
Und außerdem: Welche Unterstützungsmöglichkeiten gibt es? Wo können sich Frauen und Mädchen Hilfe holen?
Eine gute Atmung unterstützt die Aussagekraft der Stimme. Mit Hilfe von gezielten Übungen lernen die Teilnehmerinnen ihre Atmung und die Stimme besser kennen und einzuschätzen.
Frauen und Mädchen üben Wege sich gegenseitig zu unterstützen.
Unter dem Motto:
Eine für alle! - Alle für eine!
Mit unterschiedlichen Bewegungsspielen können Inhalte mit viel Spaß und Leichtigkeit trainiert und ausprobiert werden.
Die Auseinandersetzung mit dem Thema Gewalt kostet oft viel Kraft. Zur Entlastung können die Bewegungsspiele außerdem eine Möglichkeit bieten umzuschalten oder sich einfach nur auszutoben.
Lockerungsübungen
Fantasiereisen
Massagen etc.